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C.O.F.R.A. - FÄLLE
C.O.F.R.A. - DIE JUNGEN DETEKTIVE CHIARA, OTTO, FINN, ROMAN UND ANNALENA

Hallo! Wir sind die Detektive Chiara, Otto, Roman und Annalena. Genau, die zwei Mädchen und die zwei Jungen auf dem Bild. Ganz links, das ist Chiara. Der Rothaarige heißt Otto und der neben ihm Roman. Ich bin Annalena, die mit den blonden Haaren. Zu unserem Team gehört auch noch der Labrador Finn, der Hund unserer Nachbarin. Aber Finn wollte nicht mit auf das Bild. Als C.O.F.R.A. lösen wir spannende Fälle. Nachmittags, nach der Schule. Aber auch an den Wochenenden und an irgendwelchen Feiertagen. Dabei haben wir es mit Dieben, Einbrechern, Erpressern, Entführern und anderen Typen zu tun. Deshalb hilft uns manchmal eine echte Kriminalkommissarin, die Lisa. Wollt ihr mit uns ermitteln? Ja? Super! Klasse! Wahnsinn! Wir schreiben dann hier immer mal einen neuen Fall rein, den wir gemeinsam lesen und lösen können …

Unser erster Fall aus unserem ersten Buch für euch:
DER WEIHNACHTSMARKTDIEB
Ein Dezembertag und ein Weihnachtsmarkttag bei uns in Bienenholz. Mit dreihundert oder dreitausend Menschen. Oder drei Millionen. Keiner musste arbeiten, keiner musste die Oma vom Friseur abholen und keiner musste sein Zimmer aufräumen. Alle drängten sich zwischen den bunten Holzbuden mit den bunten Lichtern. Und atmeten den Duft von Bratwurst, Glühwein, Plätzchen und nassen Jacken ein. Es schneite wie lange nicht mehr. Die Schneeflocken kamen von allen Seiten. Von hier und von da und von oben und sogar von unten. Die Leute störte das nicht. Auch den merkwürdigen Mann im schwarzen Mantel nicht, den wir da zum ersten Mal sahen. Uns störten die Flocken schon. Ich hatte die Kapuze meines Anoraks über den Kopf gezogen und hielt sie vor dem Gesicht zusammen. Roman riss seine Mütze bis zum Kinn nach unten, Otto seinen dicken Kragen bis zu den Augenbrauen nach oben. Und Chiara versteckte sich hinter mir. Damit konnten wir etwas gegen den Schnee tun und auch etwas gegen die Musik. An jeder Bude spielten die einen anderen Weihnachtssong mit Weihnachtsmann, Tannenbaum, Engel und Geschenken. „Ich hab Hunger und ich hab Durst!“, maulte Chiara. Eine super Idee, denn wir standen gerade vor einer Bratwurstbude. Und auch noch vor einer, an der eine Bratwurst nicht ganz so teuer war. Wir mussten also nicht unsere Mathebücher verkaufen, um die Teile bezahlen zu können. Finn beobachte uns mit großen Augen, als wir Bratwürste und Kinderpunsche kauften. Aber dann beobachtete er wieder den unbekannten Mantelmann. Finn ist eben echt schlau. Ein paar Sekunden später kreischte nämlich eine junge Frau: "Meine Tasche! Mein Geld! Der hat meine Tasche mit meinem Geld!“ Die Frau lag am Boden und erhob sich mühsam. Sie schien verletzt zu sein. Während sich Chiara um sie kümmerte, rannten wir anderen los. Otto und Finn an der einen Seite der Buden entlang, Roman und ich an der anderen Seite. Durch die Menge der erschrockenen Menschen und durch den Schnee. An einer Bude mit Kerzen hatten wir den Kerl fast. Otto versuchte, ihn mit den Händen am Mantel festzuhalten. Finn biss in seine schwarze Hose und Roman und ich griffen nach der Handtasche. Leider war der Typ ziemlich beweglich. Er drehte sich einmal um sich selbst, schüttelte uns dadurch ab und stürmte davon. Und war verschwunden. Wir dachten ein paar Sekunden nach. Bis Otto merkte, dass er einen Knopf vom Mantel des Mannes in der Hand hielt. Finn schnüffelte interessiert daran herum und hetzte plötzlich los. Wir hechelten hinterher. Wieder an den Buden entlang und wieder durch den Schnee. Weg vom Weihnachtsmarkt und hin zu einem kleinen Hotel neben dem Rathaus. Irgendwie waren wir ziemlich fertig, deshalb stolperten wir durch den Eingang in das Hotel. Roman lenkte den Anzug an der Rezeption ab. Und Otto und ich polterten hinter Finn in die dritte Etage. Dort gab es zwanzig Zimmer, nummeriert von Zimmer dreihunderteins bis dreihundertzwanzig. Auf der linken Seite des Ganges die Zimmer mit den ungeraden Nummern, auf der rechten die mit den geraden. Alles begann vorn an der Treppe mit den Zimmern dreihunderteins links und dreihundertzwei rechts. Und jede Zimmertür hatte eine andere Farbe. Finn blieb vor der grünen Zimmertür stehen, dann schnüffelte und schnaufte er weiter. Bis zu dem von da aus übernächsten Zimmer auf der gleichen Seite des Ganges. Dort knurrte er und kratzte an der Tür … Wisst ihr, in welchem Zimmer sich der Täter versteckte, wenn ihr wisst, dass das Zimmer mit der grünen Tür das Zimmer dreihundertsiebzehn war?
Achtung!
Lösung:
Der Täter versteckt sich im Zimmer 313! Nach der Nummerierung der Zimmer („… von Zimmer dreihunderteins bis dreihundertzwanzig …“) und der Anordnung („… auf der linken Seite des Ganges die Zimmer mit den ungeraden Nummern …“) kann es vom Zimmer mit der grünen Tür (317) aus mit dem Zimmer 313 nur in einer Richtung ein „übernächstes Zimmer auf der gleichen Seite des Ganges“ geben (mit Zimmer 319 in der anderen Richtung nur ein „nächstes“). Der Täter kann sich also nur im Zimmer 313 verstecken!

DAS HOTEL
Der Typ war voll gruselig. Hellgrüne Jogginghose, hellblaues Muskelshirt, goldenes Basecap. Wie mein Dad auf alten Fotos. Deshalb verfolgten wir den aber nicht in das Hotel. Wir verfolgten den, weil der auf dem Markt einer Omi die Handtasche geklaut hatte. Roman laberte den schwarzen Anzug an der Rezeption voll und lenkte ihn ab. Und wir fuhren mit Finn im zweiten Aufzug in die dritte Etage. Wie die Jogginghose mit dem ersten Aufzug. Zwanzig Zimmer mit den Zimmernummern von dreihunderteins bis dreihundertzwanzig. Die mit den ungeraden Zimmernummern auf der einen Seite, die mit den geraden auf der anderen. Niemand zu sehen. Oder zu hören. Wo war der? Finn lag vor Zimmer dreihundertsiebzehn. Wir versteckten uns hinter einer riesigen Palme und warteten. Zehn Minuten später knarrte etwas. Die Zimmertür des übernächsten Zimmers von Finns Zimmer aus. Auf der gleichen Seite. Und der Typ schaute vorsichtig heraus … Wisst ihr, in welchem Zimmer der wohnte?
Achtung!
Lösung:
Der Täter wohnt in Zimmer 313! Weil die geraden Zimmernummern auf der einen und die ungeraden auf der anderen Seite sind, kann es von Zimmer 317 aus (Finn) mit Zimmer 313 nur in einer Richtung ein „übernächstes“ Zimmer geben (in der anderen Richtung mit Zimmer 319 nur ein „nächstes“)!

DER HASE
Rhea bekam ihren entführten Plüschhasen zurück. Ohne Ohren. Deshalb schaute der Hase echt traurig. Und deshalb schaute Rhea noch trauriger. Ich umarmte sie. Finn stupste mit seiner Nase gegen ihre Beine. Bis sie nicht mehr weinte und wieder lachte. In dem Entführungskarton lag noch ein Foto von der Entführerin. Auf dem „Ich war das!“ stand. Kein ganzes Foto von einem Mädchen. Ein aus vier Fototeilen von drei Mädchen zusammengeklebtes. Rotes Shirt, gelbe Haare, schwarze Hose, braune Schuhe. Rhea ahnte etwas. „Die Dünne, die Lange und die Kurze aus meiner Klasse!“ Sie holte ein anderes Foto aus ihrem Schrank. Wir sahen die Dünne mit schwarzen Schuhen, roter Hose, braunem Shirt und gelben Haaren. Die Lange mit gelben Schuhen, schwarzer Hose, rotem Shirt und braunen Haaren. Und die Kurze. Braune Schuhe, gelbe Hose, schwarzes Shirt und rote Haare. Die Täterin, von der die meisten Klebeteile waren, hatte die Hasenohren … Wisst ihr, wer sie war?
Achtung!
Lösung:
Die Lange ist die Täterin! Weil nach der Beschreibung der Mädchen auf dem Foto („… wir sahen die Dünne mit schwarzen Schuhen, roter Hose, braunem Shirt und gelben Haaren …“) die Kurze braune Schuhe und die Lange eine schwarze Hose und ein rotes Shirt trägt und die Dünne gelbe Haare hat, stammen die meisten Klebeteile (2) von der Langen!

DAS TEAM
Fußballeuropameisterschaft. Auf der Wiese hinter unserer Schule. Mit Leuten aus unserer Schule. Und mit Chiara und Otto aus unserem Team. Vierundzwanzig Mädchen und Jungs hatten sich vierundzwanzig Hemdchen der vierundzwanzig Teilnehmerländer gebastelt. Oder genäht oder gestrickt oder so. Mit immer einem Namen von immer einem echt bekannten Spieler aus jedem Land auf dem Rücken. „Ihr müsst die anderen Spieler für uns beobachten!“, hatte uns Chiara zugeflüstert. Also starrten wir auf Gábor Király, Thomas Ravelli, Ivica Olić, Pat Jennings, Róbert Vittek, Gheorghe Hagi, Zinédine Zidane, Gareth Bale, Grzegorz Lato, Hakan Şükür, Robbie Keane, Hans Krankl, Stéphane Chapuisat, Alexander Kerschakow, Petr Čech, Roberto Baggio, Andrij Schewtschenko, Luís Figo, Marc Wilmots, Iker Casillas, Kenny Dalglish, Uwe Seeler, Gary Lineker und Ervin Skela … Wisst ihr, wer der Spieler war, der nicht mitspielen durfte, weil sein Land nicht mitspielen durfte?
Achtung!
Lösung:
Kenny Dalglish ist der „Täter“! Weil Island als einziges Teilnehmerland durch keinen Spieler in der Aufzählung vertreten ist („… also starrten wir auf Gábor Király, Thomas Ravelli, Ivica Olić …“), dafür aber das nicht qualifizierte Schottland durch Kenny Dalglish erwähnt wird!

DAS SPIEL
Ein Fußballspiel im Stadion. Und wir hatten kein einziges Ticket mehr bekommen. Dennis aber schon. Deshalb freute der sich auch so. „Super Spiel, super Stimmung! Als es eins zu eins stand, haben alle geschrien!“ Erzählte er später. Morten freute sich nicht so sehr. Ihm hatte nämlich jemand das Fahrrad gestohlen. Während er das gleiche Fußballspiel zu Hause auf seinem Tablet schaute. „Das war Dennis, den habe ich vor unserem Haus gesehen!“ Dennis? Aber Dennis war doch im Stadion? Oder etwa nicht? Wir fragten Morten, wann die Tore im Spiel gefallen waren. In dem genau neunzig Minuten langen Spiel ohne Verlängerungskram und ohne Elfmeterzeug. „Fünfunddreißig Minuten vor dem Ende eines für das blaue Team. Sechsundzwanzig Minuten vor der Halbzeit eins für das rote Team. Und achtundzwanzig Minuten nach der Halbzeit für die Blauen eins und siebenunddreißig Minuten nach dem Anfang für die Roten eins …!“ Wisst ihr, ob Dennis im Stadion war oder nicht?
Achtung!
Lösung:
Dennis war nicht im Stadion! Weil er nicht weiß, dass in der 19. (rot), 37. (rot), 55. (blau) und 73. (blau) Spielminute Tore fallen und es deshalb nur die Spielstände 0:1, 0:2, 1:2 und 2:2 gibt, erfindet er einfach das falsche 1:1 und verrät so, dass er das Spiel nicht gesehen hat!


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